Spirituelle Themen
Weihnachten von Walsch
14.07.2013 - 09:56

WEIHNACHTEN BIST DU
Ich konnte nicht schlafen letzte Nacht. Ich war wach zwischen 2 und
6 Uhr, und hatte ein weiteres Gespräch mit Gott.

"Erzähle mir über Weihnachten", sagte ich. "Um was geht es da
wirklich? " Und ich hörte: "Was meinst du mit deiner Frage, um was
es da wirklich geht. Ich habe dir schon tausendfach gesagt, um was
es geht. " So sagte ich: "Sag es mir nochmals. Ich denke, ich habe
es überhört." Und plötzlich war mein Kopf mit einem Weihnachtslied
erfüllt, mit einer der
fröhlichsten und erhabensten Melodien zur Weihnachtszeit.



"Freude sei in der Welt", begann der Song. "Gott der Herr ist
gekommen."

Aber ich verstand es nicht. Ich wunderte mich nach wie vor, was
freudvoll sein soll am Kommen von Jemandem, der Herr über uns sein
soll.

"Gott!" sagte ich, "ich verstehe das nicht!" Und Gott antwortete "Es
stimmt, du verstehst es nicht." Dann sagte Gott: "Aber immerhin
stellst du eine Frage. Und eine gute dazu. Es ist wirklich hart,
etwas zu verstehen, wenn du denkst, dass es keine Fragen mehr zu
stellen gibt. Dir kann keine Antwort mehr gegeben werden, wenn du
denkst, dass du die einzige Antwort, die es gibt, bereits hast."

"Also gut, ich habe die Antwort nicht", gab ich zu. "Wie ist also
die Antwort?"

Und Gott sagte: "Die Antwort ist, dass der Herr .... der gekommen
ist ... nicht ein Herr über dich sondern in dir ist." Diese Worte
kamen um 2:57 morgens zu mir, und ich nahm sie mir zu Herzen.

"Dann wäre die Weihnachtszeit nicht nur die Erinnerung an die Geburt
eines Kindes," sagte ich. "Wir singen über ein Kind heute Nacht, und
ehren seine Ankunft, weil es eine neue ERZÄHLUNG einer großen
Wahrheit und ein ehrliches LEBEN dieser Wahrheit in die Welt
gebracht hatte. Und dies waren wirklich tröstliche und freudvolle
Neuigkeiten. Aber damit ist Weihnachten gleichzeitig die Geburt des
Christusbewusstseins in uns allen."

Und Gott antwortete gütig: "Ja."

Und dann wunderte ich mich, was all diese Lieder, und all die
Nachrichten, und all die Gefühle an Weihnachten bedeuten würden,
wenn ich diese Wahrheit akzeptieren würde. Wenn ich wirklich
verstehen würde, dass die Botschaft der Weihnachtszeit nicht die
EINES gesegneten Menschen, sondern die von ALLEN als gesegnete Wesen
wäre.

Nicht die eines ANDEREN, sondern die von UNS. Von MIR.

Aber, oh, mein Güte, das klingt so falsch. Ich meine, es klang
tatsächlich wie Gotteslästerung. Wie kann es sich bei Weihnachten um
mich handeln? Um alle ichbezogenen, selbstherrlichen Gedanken?

Es geht doch um das Kommen des Herrn! Es geht doch um das Geschenk
der Weisen!

Aber mein Herz bestand auf die Frage, was wäre, wenn ich das
Geschenk wäre. Und
was, wenn der Herr GEKOMMEN IST, um in mir zu sein, und nicht über
mir?

Ich weiß, dass ich einen Platz für ihn ÜBER mir finden kann, aber
kann ich einen Platz finden IN MIR drin?

Und was würde dies für mich bedeuten? Was würde es für mich
bedeuten, nicht einfach eine Person zu sein, die gesegnet WURDE,
sondern die gesegnet IST? Und wenn ich an DICH auf dieselbe Weise
denken würde. Was wäre, wenn ich DICH als gesegnet betrachten würde?
Würde ich mit Dir anders umgehen? Ich glaube, ich würde. Ich glaube,
ich wäre freundlicher zu Dir. Behutsamer mit meinen Worten,
sorgsamer in meinen Taten, mitfühlender in meinen Gedanken,
ehrlicher in meinen Beziehungen, geduldiger und großzügiger und ...
bewusster bezüglich des Wunders, das Du bist.

Und wenn ich denken würde, dass ich eine gesegnete Person BIN, würde
ich dann anders mit mir selbst umgehen?

Ich denke, ich WÜRDE. Ich denke, ich wäre freundlicher zu mir
selbst. Behutsamer mit meinen Worten, sorgsamer in meinen Taten. Ich
denke, ich wäre mitfühlender mit mir selbst, geduldiger und
großzügiger ... und mir des Wunders, das ICH bin, bewusster.

Aber ist es MÖGLICH, dass wir ALLE gesegnet sind?

Das fragte ich inmitten der Nacht, und die Antwort kam,
erstaunlicherweise, ganz einfach: "Ja."

Ahaaa, sinnierte ich ... das ist die Bedeutung von Weihnachten. Das,
was das Gesalbte und Heilige in uns allen ist, ist geboren. Lebt in
uns allen. IST das, was wir sind. Wir erinnern uns schlicht nicht
mehr daran. Und deshalb wurde Weihnachten geschaffen, um uns daran
zu erinnern.

Bei Weihnachten, so stellt sich heraus, geht es nicht um eine
spezielle Religion, sondern um alle Religionen. Es geht nicht um
einen speziellen Menschen, sondern um alle Menschen.
Es geht nicht darum heute Abend, ob du Christin bist oder Muslim,
Hindu oder Jude, Baptistin oder Buddhistin. Oder nichts von alledem.

Wenn du dem "Herrn" in dir zur Geburt verhilfst, schenkst du einem
Wunder und einer Königin und einer Weisheit und einer Liebe LEBEN,
die von dir in die ganze Welt fließen kann. Und diese für immer
ändern kann.

Ist nicht dies die Weihnachtsgeschichte?

Und wenn wir diese Geschichte als UNSERE Geschichte LEBEN, sind
unsere Leben nicht erneuert, unsere gespaltenen Selbst geeint? In
der Tat. Unsere Seelen sind gerührt, unsere Herzen erfüllt. Und sind
WIR es, die ... Freude in die Welt bringen.

Das Geschenk der Weihnacht sind WIR, vollständig Ausdruck verliehen
und vollumfänglich verwirklicht. WIR sind es - vollständig gewillt
und bereit - bedingungslos zu lieben, beschränkungslos zu geben,
grenzenlos zu teilen, ohne Angst zu erschaffen, uns ohne Scham und
ohne Verlegenheit zu feiern. WIR sind es, die vergeben ohne zu
zögern, die helfen ohne gefragt werden zu müssen, die heraneilen,
wenn Engel sich ängstigen zu handeln. In der Tat, um Engeln
voranzugehen. Ah, um Engeln voranzugehen. Das ist der Grund, weshalb
wir hier sind. Das ist der Grund, weshalb wir hier auf die Erde
gekommen sind. Um etwas anzukündigen. Horche der Verkündigung,
singen die Engel. Die Herrlichkeit dem neugeborenen König! In diesem
Moment können wir dem Königlichen in uns die Geburt schenken. Dem
Königlichen, das wir in Gottes Augen SIND.

Weisst du, jemand sagte ... wenn DU DICH selbst sehen würdest, wie
GOTT dich
sieht, würdest du viel schmunzeln. Diese Zeit ist eine Zeit um zu
Lächeln. Wenn wir es wirklich versuchen, können wir uns beinahe so
sehen, wie Gott uns sieht. Wir können es fühlen. Dieses Gefühl
heisst Liebe. Deine Liebe für das Leben, und all jene, die du in
diesem Leben liebst. Und Gottes Liebe für Dich.

Der Zauber der Weihnachtszeit ist, dass sie uns die Erlaubnis gibt,
dieses Gefühl, diese Liebe zu ergreifen und mit allen zu teilen,
deren Leben wir berühren. Mit Freunden, und mit Fremden. Mit jenen,
die mit uns einverstanden sind, und mit jenen, die anderer Meinung
sind. Mit jenen, die beobachten und handeln wie wir, und mit jenen,
die es anders
machen.

Wir sind eingeladen, diese Liebe in dieser Zeit zu fühlen, und ihr
einen ständigen Platz in unserem Herzen zu geben. Um die Quelle des
Friedens auf Erden zu sein, und Wohlwollen gegenüber Männern und
Frauen überall.

Wir sind eingeladen, nicht nur als Gesegnete/r in dieser Welt zu
sein, sondern als Segnende/r. Nicht nur als der "Herren" der
Gattung, sondern in gleicher Weise wie der "Herr". Weil dies ist,
was wir sind. Wir sind der "Herr" unseres inneren Königreiches, und
darum auch des äußeren. Wenn wir dies verstehen, ändert sich alles.
Wir beginnen, die Welt neu zu erfahren. Und wir beginnen, mit ihr
auf neue Weise umzugehen.

Dies ist die Einladung an Weihnachten. Sollten wir diese Einladung
annehmen, können wir wirklich Freude in die Welt bringen. Und der
Himmel und alle Wesen werden singen.


Herbertron


gedruckt am 23.08.2017 - 02:29
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